Börsenpsychologie mit Jessica Schwarzer

Shownotes

In der heutigen Folge haben wir erneut Jessica Schwarzer zu Gast. Sie ist Börsenexpertin, Journalistin, Bestseller-Autorin und Moderatorin. Anfang des Jahres ist ihr 8. Buch mit dem Titel „Über die Psychologie der Börse“ erschienen.

Wir sprechen natürlich über ihr neues Buch, aber auch darüber, wie sie von der Zockerin zur Investorin wurde und warum die Psychologie an der Börse eine so zentrale Rolle spielt.

Ihr neues Buch findest Du unter anderem hier: https://www.deutscherwirtschaftsbuchverlag.com/products/uber-die-psychologie-der-borse

Jessica Schwarzer findest Du auf LinkedIn unter: https://www.linkedin.com/in/jessicaschwarzer/

Und auf Instagram unter: https://www.instagram.com/jessica.schwarzer/

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Reinhören!

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Herzlich willkommen zu "Finanziell glücklich", dem Podcast für unabhängige Finanzbildung.

Finanzbildung ist so wichtig wie nie zuvor! So wichtig wie Lesen und Schreiben. Unser Host ist Prof. Dr. Katrin Löhr, Professorin für Finanzwirtschaft und Vorstand der „Deutsche Gesellschaft für Finanzkompetenz DeGefin“. Die Vision von DeGeFin ist „Finanziell glücklich. Jede*r. Jederzeit.“ Das finanzielle Glück ist oftmals eng verknüpft mit Finanzbildung. Daher ist die Mission von DeGeFin „Finanzbildung für alle“.

Was Dich bei „Finanziell glücklich“ erwartet:

Unabhängige Finanzbildung – wir vertreiben keinerlei Finanzprodukte. Bei uns stehen das Wissen und die praktische Anwendung im Vordergrund und das Ganze aus der Praxis für die Praxis. Wir möchten Dich in die Lage versetzen, selbst finanzschlau zu werden oder Dich dabei unterstützen, andere finanzschlau zu machen.

Du bekommst Impulse zu Themen wie Geldanlage, Money Mindset, Absicherung, Umgang mit Risiko, Altersvorsorge, Finanzbildung als innovatives Mitarbeiterbindungstool, Finanzbildung in Deutschland,… Gerne laden wir auch immer wieder interessante Gäste für Dich ein. Eine neue Podcast-Folge erscheint jeden Donnerstag für Dich.

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Viel Spaß auf Deinem Weg zum finanziellen Glück!

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu Finanziell Glücklich, dem Podcast für unabhängige Finanzbildung.

00:00:08: Mein Name ist Katrin Löhrer ich bin Professorin für Finanzwirtschaft und ich liebe es Menschen finanziell glücklich zu machen.

00:00:17: Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode von Finanziallglücklich!

00:00:21: Ich freue mich riesig denn ich habe heute einen ganz besonderen Gast Jessica Schwarzer Börsen-Expertin Bestsellerautorin, Finanzjournalistin.

00:00:31: Sie hat einfach ein unglaublich breiten Hintergrund zu dem ganzen Thema.

00:00:35: Und sie hat ein neues Buch geschrieben, das heißt über die Psychologie der Börse und ich freue mich riesig dass wir da heute darüber sprechen können.

00:00:43: Herzlich Willkommen Jessica.

00:00:45: Vielen lieben Dank, ich freue mich auch riesig.

00:00:47: Es gibt im Moment kein Thema über das sich lieber plaudere.

00:00:51: und ganz ehrlich das Timing von diesem Buch.

00:00:54: es war nicht geplant in solche Börsenturbulenzen rein zu geraten.

00:00:58: Ich glaube da kann man sich ganz gut auch mal mit Börsenpsychologie dann auseinandersetzen.

00:01:02: Ja genau, das Timing an sich ist ja auch sowieso so eine Sache an den Börse und dass du jetzt im Grunde so ein perfektes Timing hingelegt hast.

00:01:11: Das ist doch schon mal sehr gut!

00:01:13: Das ist ja eben wie gesagt beim Thema Aktien und Co.

00:01:16: nicht wirklich einfach.

00:01:19: Und Du hast ja schon viele Jahre über Börsen-, Geldanlage- und Wirtschaft gesprochen und geschrieben.

00:01:24: was treibt dich denn dabei bis heute am meisten

00:01:27: an?

00:01:29: Also mich hat diese Faszination für die Börse schon relativ früh gepackt, fast dreißig Jahre her Anfang meiner zwanziger.

00:01:37: Ich war ja eine der ersten Tee-Aktionärinnen also beim ersten Börsengang dabei und war fasziniert von der Börsen und ich hatte es irgendwie nie losgelassen wobei eben das habe ich glaube ich dir auch schon mal im Podcast erzählt doch eher so als Zockerin total gierig gestartet bin.

00:01:55: und dann kam ein erster Crash, da war ich eher panisch.

00:01:58: Und irgendwie habe ich mich weiterentwickelt zum Glück von der Zockerin zur langfristigen Investorin, habe unterwegs meine Leidenschaft zum Beruf gemacht als Finanzjournalistin Und irgendwie habe ich diese Leidenschaft wirklich nie verloren.

00:02:12: Auch in ganz furchtbar schlechten Börsenphasen, die ja leider dazugehören nicht.

00:02:17: Ja und ich finde es so schade dass so wenig Deutsche wirklich an der Börse investieren.

00:02:22: Wenig Männer aber noch viel weniger Frauen.

00:02:25: und

00:02:25: irgendwie finde ich dieses Trommeln für die deutsche Aktienkultur das ist mir eine Herzensangelegenheit.

00:02:31: und dazu gehören dann auch ab und zu mal neue Bücher.

00:02:35: Ja, perfekt.

00:02:36: Und jetzt haben wir schon gesagt es passt perfekt in die Zeit rein.

00:02:41: aber bis so ein Buch dann erscheint ist ja ein bisschen Vorlaufzeit.

00:02:46: wenn ihr zurück guckt was war denn für dich und natürlich auch den Verlag als ich euch darüber ausgetauscht habe?

00:02:52: das war der Auslöser für dieses Buch über die Psychologie der Börse zu schreiben.

00:02:57: Ich wollte das Thema einfach nochmal aufgreifen.

00:03:00: Ich finde das extrem wichtig, dass es ist klar man muss einen langen Anlagehorizont haben, breite Risikostreuung ist wichtig.

00:03:07: Man braucht eine Strategie, man sollte auf die Kosten achten also diese ganzen was wir immer goldenen Regeln der erfolgreichen Gelderlage nennen.

00:03:15: aber da fehlt finde ich immer so ein bisschen dieses Nerven bewahren.

00:03:18: und eben wie gehen wir mit Gewinnen und Verlusten um?

00:03:22: Die ganzen Emotionen, die uns da an der Börse erwischen können.

00:03:25: und wir sind nun mal keine Roboter.

00:03:27: Wir sind Menschen!

00:03:28: Wir haben Emotionen, die einen können sie besser kontrollieren, die anderen schlechter.

00:03:32: Aber wenn es um Geld geht, dann kochen die eben schnell hoch.

00:03:35: Und da waren wir uns relativ einig, oh ja dazu nochmal ein Buch... Das haben wir aber schon irgendwann im vergangenen Jahr festgezürzt.

00:03:44: Dann habe ich mich ans Konzept gesetzt, wie das ja immer so ist und wie ein Buch entsteht.

00:03:48: Bei mir ist es ja schon mein Achtes mittlerweile diese konzeptionelle Phase die viel längere.

00:03:54: Dass ich mir überlege was passiert?

00:03:56: Was sind so den rote Faden?

00:03:58: passiert, in welchem Kapitel.

00:04:00: Welche Studien kommen?

00:04:01: In welches Kapitel?

00:04:03: Welche Anekdoten?

00:04:03: Dieses Buch ist ja sehr persönlich!

00:04:05: Ich habe ja sehr viele eigene Fehler auch oder eigene Erfahrungen aufgeschrieben und das ist für mich mittlerweile fast die größere Arbeit.

00:04:14: Das andere ist kann man fast sagen malen nach Zahlen.

00:04:17: Das ist jetzt für mich als Journalistin dann klar, dass dauert natürlich so zweihundertvierzig oder zweihundfünfzig Seiten runterzuschreiben aber es ist nicht das was die meiste Zeit bei mir in Anspruch nimmt.

00:04:28: Und wir haben dann irgendwann gesagt, okay Weihnachten lassen müssen nicht erscheinen.

00:04:32: Da gehen Finanzbücher einfach unter in all den Krimis- und Kochbüchern das weißen Verlag besser als ich.

00:04:37: Dann haben wir gesagt, Anfang Januar oder Anfang des Jahres, dann war es der zwanzigste Januar und es ging eigentlich kurz danach das Chaos los an den Märkten.

00:04:47: Und da kochen ja auch die Emotionen hoch.

00:04:49: Wir sehen das auf Social Media, wir sehen es in Medien ja auch ganz seriöse Medien sprechen auf einmal von Crashangst von starken Schwankungen an Märkten, ja und das war irgendwie ein Zufall aber ein perfektes Timing.

00:05:04: Aber es ist ja wie in der Börse da ist ja ein perfektes Timing auch eher zufällig.

00:05:09: Ja genau!

00:05:10: Und einfach diese Ausdauer sich mit dem Thema zu beschältigen usw.

00:05:13: wird dann einfach belohnt in dem nochmal das Timing einfach passt.

00:05:17: Aber es ist schon eine Schreck, wenn man sich da monatelang mit so einem Thema auseinandersetzt und es dann aufschreit und bis es dann endlich soweit ist und das Buch rauskommt und wenn es dann so in die Zeit passt, dann staunt man dann schon ein bisschen.

00:05:30: Ja genau!

00:05:32: Und was ist denn für dich so ne zentrale Erkenntnis?

00:05:37: Die du dir wünscht dass der Leser die Leserin aus dem Buch mitnimmt?

00:05:43: Also einfach einmal diese Erkenntnis, dass wir eben Menschen aus Fleisch und Blut sind.

00:05:47: Dass wir Emotionen haben und das wir die niemals abschalten können.

00:05:51: Das ist die wichtigste Erkenntniss!

00:05:53: Dann eben auch dieses Bewusstsein, gerade wenn es um unser Geld geht, Emotion relativ schnell hochkochen.

00:06:01: Da hat man dann Verlustangst oder wird vielleicht auch total gierig, wenn's super läuft, eine mal in die andere Richtung.

00:06:09: Wenn es besonders hektisch und turbulent an den Börsen zugeht, verliert man ja gerne mal die Strategie aus den Augen die langfristige Strategie und da geht auf einmal kurzfristig.

00:06:17: Ich glaube, das ist uns allen schon passiert.

00:06:20: also dieses Wissen was da passiert im Kopf im Bauch um dann das zu erkennen und vielleicht auch Regeln daraus abzuleiten damit man seine Emotionen beim nächsten Mal besser kontrolliert.

00:06:33: weil wie gesagt abschalten geht nicht kontrollieren geht aber eben schon ein Stück weit.

00:06:38: Man wird immer wieder über Den einen oder anderen emotionalen Fallstrick stolpern, das lässt sich einfach gar nicht verhindern.

00:06:44: Aber man sollte es so selten wie möglich tun und da hilft es sich mit dem Thema, man auseinanderzusetzen Und mit der eigenen Art, wie man auf bestimmte Dinge reagiert.

00:06:53: Es gibt ja Menschen die können Turbulenzen an den Märkten besser aushalten und andere die komplett hektisch fast schon hysterisch panisch werden.

00:07:02: Das hat ja auch ein bisschen was mit unserem Risikoprofil unseren Anlegertyp zu tun.

00:07:05: aber sich darüber bewusst zu sein, das hilft schon sehr viel.

00:07:09: Genau, ich sage auch immer man lernt sich nochmal neu kennen wenn man Historin wird.

00:07:15: Man kann vorher gar nicht vorhersagen wie man jetzt ist, man eher Team Gear oder Team Angst und so ja?

00:07:24: Oder beides in der Mitte verhaftet oder verfällt ganz extrem in Beides je nachdem in welche Richtung es geht.

00:07:31: was ist stärker ausgeprägt.

00:07:33: Und ich finde das auch richtig spannend für die eigene Erkenntnis, wie ticke ich?

00:07:41: Weil es lässt sich nur sehr schwer ja vorhersagen.

00:07:46: Es gibt natürlich auch so eine Möglichkeit mit irgendwelchen Spieldepots sozusagen wo es tatsächlich echtes Geld ist.

00:07:52: Das klappt mal besser.

00:07:53: Weniger sicherlich nicht falsch kann man machen Aber wenn's dann ums eigene Geld geht wie du gesagt hast Das ist so spannend, sich selbst zu beobachten.

00:08:04: Wenn der Markt in die eine oder andere Richtung geht und umso wertvoller ist es eben darüber Bescheid zu wissen ja?

00:08:10: Und dann doch hoffentlich in so einer Refektion reinzukommen und dem nicht irgendwie naiv ausgeliefert zu sein und sich hinterher zu wundern und aufzuwarnung Gottes will was habe ich denn da gemacht.

00:08:22: Panikverkäufe oder Gier Käufe?

00:08:26: Ja,

00:08:26: und es wird passieren.

00:08:27: Das passiert jedem irgendwann mal.

00:08:28: Es passiert auch den Profis.

00:08:29: aber das Wichtige ist halt wirklich das zu erkennen oder daraus zu lernen also aus Fehlern zu lernen.

00:08:33: Das kann man auch bei der Geldanlage tun.

00:08:36: Definitiv!

00:08:36: Also deshalb ist das Thema Psychologie so wichtig an der Börse.

00:08:42: Und was ich ja aus der Bildung auch immer sage wir können und müssen vielleicht gar nicht jeden vor jeden Fehler bewahren.

00:08:53: nur Gerade bei der Psychologie gibt's halt auch so diese typischen Denkfehler, wo es einfach hilft die zu kennen.

00:09:01: Dann muss ich nicht jeden Fehler selber machen.

00:09:04: wie du schon gesagt hast Fehler sind grundsätzlich jetzt mal nicht schlimm.

00:09:07: gut ist wenn man draus lernen sich weiterentwickelt und so weiter.

00:09:11: aber so typische Denkfähle bei Privatanlegern ist ja im Thema Psychologie doch auch sehr vorhanden.

00:09:22: Was würdest du da rauspicken?

00:09:24: Welche typischen Denkfehle, aber auch Privatanlegern.

00:09:27: Also der Typischste ist wahrscheinlich wirklich der Feind schon genannte, dass man so in stürmischen Börsenzeiten vielleicht sogar im Crash komplett die eigene Anlagestrategie den eigenen Anlagehorizont verliert und gar nicht mehr drüber nachdenkt das man noch eigentlich langfristig für zehn, zwanzig, dreißig Jahre anlegen wollte und dann auf einmal auf so Turbulenzen mit Panik reagiert.

00:09:47: Das ist glaube ich der weit verbreiteteste Fehler.

00:09:51: Gier hat uns alle schon mal an der einen oder anderen Stelle gepackt.

00:09:54: Das passiert ab und zu, das muss auch gar nicht immer schlecht sein, es kann ja funktionieren aber man sollte eben auch an dieser Stelle wissen was man tut.

00:10:02: Was ich super spannend finde ist unser Umgang mit Gewinnen- und Verlusten weil wir nämlich da komplett irrational reagieren.

00:10:10: also wir sind total ängstlich und risikoscheu.

00:10:13: wenn wir in einer Gewinnzone sind werden wir auf einmal total wachhaltig und mutig.

00:10:20: Das macht ja eigentlich keinen Sinn, aber das liegt eben daran dass wir uns natürlich über ein Gewinn freuen und den wollen wir nicht wieder verlieren.

00:10:28: und dann denken wir manchmal okay ich bin zehn zwanzig dreißig wie viel auch immer prozent im plus?

00:10:32: Ich verkauf

00:10:33: mal lieber!

00:10:34: Dann kann ich diesen gewinn nicht wieder verlieren.

00:10:37: Da kommt dieser Angst her so eine Verlust.

00:10:39: angst die man dann entwickelt anstatt zu sagen ich lasse meine gewinne laufen das hat ja einen Grund warum meine aktie gut läuft oder sie vielleicht sogar abzusichern.

00:10:48: Nein, da kommt man dann gar nicht drauf!

00:10:49: Man nimmt das Geld dann lieber mit, klopft sich auf die Schilte alles super gemacht und alles gut gemacht.

00:10:55: Beim Verlust machen wir das ganz oft genau anders herum.

00:10:57: Der erste Verluste ist immer der schlimmste.

00:10:59: Übrigens nehmen wir Verlüste zwei Komma fünfmal stärker wahr als Gewinne auch wichtig.

00:11:04: also der erste Verluß des immer der Schlimmste und jeder weitere gleicher Höhe ist so ein bisschen die Sensibilität.

00:11:12: Also wir sind dann nicht mehr so sensibel, wenn wir draufgucken.

00:11:15: Und dann irgendwann fängt man auch an sich das schön zu reden oder zumindest zu erklären und kommt schon wieder die Erholung.

00:11:24: Irgendwann fängt mal ans zu ignorieren und erst wenn man es gar nicht mehr vertragen kann... Weil ist vielleicht irgendwie.

00:11:30: also wie man sagt, wir haben eine Steinzeit gehören ja?

00:11:32: Und damals ein bisschen mehr zu essen ist zwar nett aber ohne Kühlschrank konnte man's eben nicht konservieren.

00:11:40: Aber wenn etwas von dem Essen weggenommen wurde, wird es eben ganz schnell über Lebensbedrohlich.

00:11:44: Und so ähnlich funktionieren wir dann bei Verlusten.

00:11:46: Wenn sie zu hoch werden, dann ziehen wir aber eben viel zu spät.

00:11:49: die Reißleine waren also vorher total viel zu mutig, indem man gesagt hat, das wird schon wieder totaler Blödsinn.

00:11:56: Also diesen Mechanismus sich mal zur Gemüte zu führen, das finde ich schon echt total spannend.

00:12:03: und eben zu wissen wie er laufen im Jahr twenty-sixundzwanzig mit einem Steinzeit gehören durch die Gegend

00:12:10: Richtig.

00:12:11: Ist immer noch der Sebelzahn-Tiger, der irgendwie befürchtet wird

00:12:16: und

00:12:17: gleichzeitig auch dieses, weil ja so lange ich die Verluste ja nicht realisiert hab ... Kann ich eigentlich noch recht behalten?

00:12:25: Ja genau!

00:12:25: Und das ist irgendwie so bescheuert, weil ich habe vor Jahren das erste Mal damit beschäftigt und da habe ich weiß ich noch einen Wutanfall gekriegt und hab wirklich gedacht nee, dass kann nicht dein Ernst sein, dass du so ein Mist machst.

00:12:39: Und da habe ich auch einen Text geschrieben oder es war sogar ein Buch und hab dann einfach nur Word- oder Pages, keine Ahnung in welcher Welt ich unterwegs war zugeklappt.

00:12:47: Und mich im Internet ins Depot eingeloggt und hab' dann einfach mal so ein paar Verliereraktien die ich seit Jahren mit mir rumgeschleppt habe raus geschmissen.

00:12:54: Das Geld besser neu investiert ist tut weh weil man natürlich den Verlust realisiert.

00:12:59: das hat man schwarz auf weiß.

00:13:00: Man hat eine Fehlentscheidung getroffen.

00:13:04: Das gehört eben auch dazu.

00:13:05: und ich habe das witzigerweise im vergangenen Jahr, da schreibe ich ja auch ein Buch wieder mit einer Aktie gemacht.

00:13:11: Die lange Minus war, die ich mittlerweile aber mit plus minus neun verkauft hab, dass noch Bayer – die habe ich auch damit mich jahrelang geärgert!

00:13:18: Und was habe ich getan?

00:13:19: Ich konnte in meinem Depot einstellen, dass mir die Sachen am besten laufen zuerst gezeigt werden.

00:13:25: Dadurch rutschte Bayer immer aus dem Bildschirm raus.

00:13:28: Das ist auch das klassische Ignorieren und Verdrängen.

00:13:31: Und wird schon wieder, wurde zum Glück auch wieder aber hat viel zu lange gedauert.

00:13:35: Also das passiert einem immer mal wieder, wo man eigentlich weiß wie es geht oder was da die Mechanismen sind.

00:13:41: Aber ja Mensch nicht Maschine kein Roboter!

00:13:45: Ja genau, genau.

00:13:50: Ist das auch der Grund?

00:13:51: Wenn man jetzt die Menschen fragen würde willst du rational investieren Emotional, dann würde ich mal sagen, ja nee klar, rational.

00:13:59: Ich habe hier eine Strategie überlegt oder bin der und er Auffassung wie auch immer.

00:14:06: Und dann nimmt das Ganze seinen Lauf und dann kommt es doch anders.

00:14:11: hat das dann vielleicht mit Erfahrung zu tun dass man irgendwann das doch besser reflektiert und im ersten Mal vielleicht obwohl man wirklich rational investieren wollte doch auf der emotionalen Spur landet?

00:14:25: Oder woran liegt das?

00:14:26: Ich glaube, auf jeden Fall.

00:14:28: Der erste Crash ist definitiv der Schlimmste.

00:14:30: Ich hab drei schlimme miterlebt und es fühlt sich beim ersten Mal wirklich grauenvoll an als ob einem jemand den Boden für den Füßen wegzieht.

00:14:38: man freut sich noch die Augen denkt verdammt kann das überhaupt nicht erklären.

00:14:41: was passiert denn?

00:14:42: da sieht auch nur noch des Drama Und im Zweifelsfall verfällt man in Panik und verkauft.

00:14:49: Beim zweiten und dritten Crash bin ich dann ruhiger geworden, hatte eben auch meine investenden Regeln beim zweiten noch nicht so streng wie jetzt.

00:14:56: Und dann sieht man das auch eher als langfristiger Investor mehr als Chance denn als Risiko weil ich kann ja günstiger nachkaufen.

00:15:03: Das gilt jetzt nicht für jede Einzelaktie aber definitiv wenn man breitgestreut in ETFs oder Fonds unterwegs ist.

00:15:11: Ich glaube das Wichtige ist dass man Regeln für stürmische Zeiten festlegt.

00:15:15: Für mich gehört das ganz klar zu einer Strategie dazu Und bei mir ist es zum Beispiel, ich investiere sehr langfristig.

00:15:22: Ich habe achtzig Prozent Aktien, zwanzig Prozent Anleihanteil im Depot – das ist sehr sportlich auch aber eben breitgestreut über ETFs.

00:15:30: und für mich ist ganz klar wenn die Märkte so zwanzige und mehr Prozent abrauschen vom Crash spricht man ja erst von zwanziger Prozent vielleicht schon mal fünfzehn Prozent kommt immer ein bisschen drauf an kaufe ich beherzt nach Aber nur weil ein Geld auf dem Anlagekonto ist.

00:15:44: Also es wird kein Kredit aufgenommen, es wird keine Notgroschen aufgelöst.

00:15:47: Nur wenn was da ist.

00:15:49: So eine Regel muss man natürlich dann auch umsetzen.

00:15:52: Das fühlt sich nicht immer gut an.

00:15:54: Im Corona-Crash hat sich das ätzend angefühlt, wenn ich ehrlich bin.

00:15:57: Es ging danach noch kräftig weiter runter nachdem ich nachgekauft hatte aber dann ging's ja auch ganz schnell wieder hoch.

00:16:01: also alles richtig gemacht und das muss man dann emotional immer noch ertragen können was man sich da überlegt hat an Regeln.

00:16:08: Aber je mehr Erfahrungen dass bei der Frage man hat desto besser geht das eigentlich.

00:16:13: Aber wie gesagt, ganz frei von Fehlern ist man auch dann nicht.

00:16:17: Mir passieren sie aber nur noch im Spielgelddepot.

00:16:20: da sind ja bei mir auch die Einzelaktien drin.

00:16:22: beim langfristigen Depot habe ich es im Griff.

00:16:26: Cool also sich sozusagen wenn die Emotionen geklettert sind Regeln aufschreiben sich überlegen was ist eigentlich mein Ziel?

00:16:34: Wie erreiche ich das?

00:16:35: Und wenn es dann an den Märkten etwas heißer wird, sich nochmal diese Regeln anschauen.

00:16:42: Und

00:16:42: Spur umsetzen!

00:16:44: Nicht hinterfragen... keine neuen Entscheidungen treffen, sondern nur umsetzen.

00:16:50: Und ich finde solche Regeln ... Ich hab ja so ein Spielgelddepot oder mein Spielgeld hört sich immer nach Kaninum an das ist gar nicht so gemeint.

00:16:56: aber es ist ein Depo wo ich mit kleineren Summen und das meine ich mit Spiel mit kleinerem Summen bisschen wahrkeißiger unterwegs bin.

00:17:01: da sind Emotionen übrigens erlaubt.

00:17:03: Gier ist da sehr erlaubт Aber ich habe eben auch meine klaren Regeln.

00:17:06: also erst mal die Summe die eingesetzt wird ist klar definiert und gedeckelt.

00:17:11: Und da hab' ich überlege mir bei jeder einzelnen Position warum tue ich das jetzt?

00:17:16: und unter welchen Voraussetzungen steige ich aus oder bleibe investiert.

00:17:21: Und das hilft wirklich, also es hilft wenn man da ein bisschen sich mal zurück nimmt und man überlegt auch vielleicht in der Vergangenheit, wann hat man Fehler gemacht?

00:17:31: Wo hat man zu früh verkauft?

00:17:32: Wozu spät?

00:17:33: Und warum?

00:17:34: Also einfach mal ein bisschen selbst zu reflektieren.

00:17:36: Das tut ein bisschen weh aber es hilft für die Zukunft.

00:17:40: nicht umsonst sagt Benjamin Greyham ein Wirtschaftsprofessor, der ist glaube ich schon fünfzehn Jahre tot.

00:17:46: Der war der Lehrmeister von Ron Buffett, der ja auch dramm auf die Hunde zugeht hat man gesagt, der größte Feind des Anlegers schaut ihm jeden Morgen aus dem Spiegel entgegen.

00:17:57: und das ist Psychologie pur.

00:18:00: Ich mag auch einen Spruch eines Kabarettisten aus Österreich.

00:18:03: Farkas heißt der gute Mann.

00:18:05: beim Denken an das Vermögen leidet oft das Denkvermögen, dass es

00:18:09: auch... Das ist Psychologie

00:18:10: pur.

00:18:11: ja!

00:18:12: Wenn's um unser Geld geht dann drehen wir halt schon mal ein bisschen durch

00:18:17: Genau, genau.

00:18:18: Und ich würde aber noch mal einmal gerne ... weil du es jetzt auch zweimal genannt hast und mir dann zweiten Mal ... du's gewonnen ist.

00:18:26: vielleicht weiß gar nicht jeder was damit gemeint ist.

00:18:28: über den Unterschied zwischen investieren und zocken Ja?

00:18:31: Du hast gesagt, du hast ein Spielgelddepot und du hast das auch kurz definiert.

00:18:37: also Einmal hast du dein Investment-Depot da bist du langfristig orientiert Da haben wir bei der Regeln schon gesprochen und dann hast du aber bei deinem Spiegeldepot eigene Regeln.

00:18:48: Das heißt, willst du das nochmal ausführen?

00:18:53: Wir unterscheiden sehr bewusst zwischen investieren und zocken.

00:18:57: Und wenn ich sage es auch deshalb weil oftmals ja auch wenn politisch irgendwie argumentiert wird, wenn es um die Börse geht wir sehr schnell beim Zocken sind

00:19:06: aber

00:19:07: man kann ja sehr cleverer und kluge und nachhaltig sinnvolle Dinge tun an der Börse, man kann auch zocken.

00:19:16: Was ist ein Unterschied?

00:19:17: Ich würde sogar bei meinem Spielgeld noch nicht mal Zocken sagen beim Spielgeld-Deput, sondern spekulieren auf bestimmte Trends die aber ein bisschen kurz oder mittelfristiger sind und es ist nicht die ganz heiße schnelle Wette von paar Tagen oder Wochen.

00:19:30: so also langfristiges investieren heißt für mich breite Risikostreuung hoher Aktienanteil.

00:19:35: was ich aber bei ETF's tue Ich beteilige mich an Unternehmen, ich beteiligen mich an der Weltwirtschaft und unserem Wachstum.

00:19:43: Da sind natürlich dann auch Trends mit abgebildet aber eben sehr langfristig.

00:19:46: Und das ist für mich zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre also wirklich sehr langfristig.

00:19:51: Ich investiere auch regelmäßig über Sparpläne und eben wie vorhin schon gesagt wenn es mal runter geht kaufe ich ein bisschen nach, wenn Geld da ist.

00:20:00: Das ist das eine bei dem... Aber es ist langweilig!

00:20:07: Aktienanteil, aber über ETFs ist es langweilig.

00:20:10: Also das ist natürlich schön wenn man sieht, wenn's hoch geht ein bisschen weniger schön, wenn es runtergeht.

00:20:14: Aber am Ende sind ETFs langweillig, wenn man bei diesen Breitgestreuten bleibt und jetzt nicht auf Themen oder Branchen setzt.

00:20:21: Aber ich habe ja eine Leidenschaft für die Börse Und ich möchte auch ein bisschen Spannung und Ich möchte mal was ausprobieren und dass tue ich dann eben mit einer sehr viel kleineren Summe im Spielgeld-Depot.

00:20:30: Das geht auch schon Mal in die Hose, das geht aber auch ganz oft gut Und dann bin ich da mal ein paar Monate drin oder vielleicht auch mal ein Jahr oder zwei, manchmal aber ganz lange weil es einfach läuft.

00:20:42: Aber das ist eben schon ein ganz anderes Risikoprofil was ich da fahre.

00:20:45: Da gehe ich ein bisschen stärker ins Risiko und da ist mal eine Einzelaktie drinnen.

00:20:50: Da isst man Themen ETF mit geringerer Risikostreuung drin.

00:20:53: Das ist der Unterschied.

00:20:54: zocken würde ich dann wirklich schon wieder sagen wenn man so richtig rein und raus und kurze Trends und eher so ein bisschen Casino-Mentalität.

00:21:02: Das ist es nicht.

00:21:03: und dieses Zocken ist auch nicht das, was ehrlich gesagt die Bundesregierung mit einer Aktienrente oder jetzt dem Altersvorsorge-Depot vorschlägt.

00:21:12: Auch wenn es Politiker aus der Opposition gibt, die diesen Unsinn verbreiten – da geht es um langfristige Geldanlage, langfristigen Vermögensaufbau.

00:21:21: Da geht es im breite Risikostreuung.

00:21:23: Das ist dieses Investieren!

00:21:25: Und nicht zocken und noch nicht mal spekulieren.

00:21:28: Genau Genau, da kann man auch wirklich nur dankbar sein dass das mittlerweile auf der politischen Agenda angekommen ist.

00:21:36: Das Thema weil wir haben überhaupt gar keine andere Chance.

00:21:39: Wir werden jetzt nicht abdriften in Politik.

00:21:41: aber genau das das Nur noch mal so gesagt das hat nichts mit Socken zu tun Auch wenn es dann immer sehr gerne irgendwie schnell Das Wort in den Raum geschmissen wird.

00:21:55: Wir

00:22:02: haben

00:22:02: jetzt schon einiges zu den Regeln gehabt, wenn jemand noch ganz am Anfang steht und noch gar keine Erfahrung hat.

00:22:14: Was sollte denn eine Anlegerin tun, wenn sie vor der ersten Investition steht?

00:22:24: Man macht sich erst mal Gedanken... Wo steht man überhaupt?

00:22:28: Also was habe ich für ein Budget, hab' ich einen sicheren Job.

00:22:32: Wie viel kann ich überhaupt im Monat oder auf einmal anlegen?

00:22:35: Damit geht es erstmal los diesen Statusquot zu ermitteln.

00:22:39: Dann ist das aber auch wichtig und da kommt ja schon bisschen in Persons Psychologie.

00:22:41: Was bin ich denn für ein

00:22:42: Anlegertyp?".

00:22:44: Also wenn ich bisher immer nur gespart habe mein ganzes Leben und beim Blick auf die Dachstafel ein Schweißausbruch kriege, weil da geht es ja hoch und runter langfristig übrigens eher hoch als runter aber das vergisst man dann gerne mal.

00:22:57: Dann ist es wahrscheinlich eine kleine Summe mit der ich starte an der Börse, weil ich das sonst nicht aushalte.

00:23:03: Bin hier aber jemand, der da eigentlich keine Angst vor hat und glaubt, dass das schaff' ich und kann dieses langfristige Denken und will ja langfristig was aufbauen.

00:23:11: dann ist es vielleicht ein bisschen höhere Aktienquote für den Anfang.

00:23:14: sicherlich nicht unbedingt meine mit achtzig Prozent, weil das schon wirklich sportlich Aber vielleicht ist man da bei fünfzig Prozent.

00:23:21: Also erst mal sich über seinen Anlage-Horizont, auch Anlagentschuldigung übers Risikoprofil an Legatyp Gedanken zu machen, bin ich da eher konservativ unterwegs, eher ausgewogen oder eben so chancenorientiert und sportlich wie ich?

00:23:34: Und dann kommt natürlich der Anlagehorizont ins Spiel.

00:23:39: Ich bin der Meinung Aktien mindestens zehn Jahre, auch bei breiter Risikosträume – ich weiß es gibt doch Experten die sagen fünf Jahre, das ist mir nicht langfristig genug.

00:23:47: Ich würde eher zehn und mehr.

00:23:49: Ich bin auf der Meinung, es gehört kein Geld an die Börse was ich in den kommenden zehn Jahren brauche.

00:23:53: also wenn ich in fünf jahren ein haus bauen will oder kaufen will oder eine wohnung kann ich das geld jetzt einfach nicht mehr an der börse investieren.

00:24:00: wir wissen nicht ob es knallt oder nicht zwischenzeitlich.

00:24:03: wir haben alle keine glaskugel dass ein bisschen blöd ist aber so das wäre mir zu heiß.

00:24:08: also zehn jahre mindestens.

00:24:11: Und dann kommt man natürlich zur Strategie.

00:24:13: Und da sind diese Grundregeln ganz wichtig, also Risikosträume nicht nur ein oder zwei Aktien sondern lieber an vorn ETF und damit dann Dutzende manchmal sogar hundert oder tausende, damit man eben Verluste von einzelnen Aktien gut abfedern kann.

00:24:30: Das ist wichtig.

00:24:31: Dann müsste man sich vielleicht auch überlegen, wenn breit gestreut, die bereut wie man so schön sagt und nimmt ein weltweites Portfolio also den MSCI World oder einen MSCI All Country World.

00:24:42: Oder wenn man schon bisschen ausgefeilter vielleicht eine Dividendenstrategie oder europäische Aktionen übergewichten.

00:24:48: Also so ein bisschen Strategie braucht man schon.

00:24:50: das muss am Anfang noch nicht sehr kompliziert sein muss es übrigens später auch nicht.

00:24:55: Da reichen ganz einfache Produkte ganz einfache Strategien Und dann heißt es loslegen.

00:25:02: Dann überlegt man sich noch, will man das über ein Sparplan machen oder eine Einmalanlage?

00:25:05: Oder kombiniert man beides.

00:25:08: Und dann kommen wir aber schon an diesen Punkt Ruhe bewahren und sind wieder bisschen bei der Psychologie.

00:25:12: also sich da auch schon mal zu überlegen oder aufzuschreiben einfach nur ich investiere langfristig Ich investiere mindestens für fünfzehn Jahre ich verkaufe in einem crash nicht ist für den Anfänger Auch schon okay als regelwerk um und dann versucht man sich dranzuhalten.

00:25:27: Das muss nicht immer klappen.

00:25:29: Wir hatten es ja gerade schon, der erste Crash ist der schlimmste.

00:25:32: Aber so finde ich kann man ganz gut starten und man kann natürlich mein Buch auch schon lesen kleiner Werbeblock.

00:25:39: aber ob man das als blutiger Anfänger denn den allerersten ETF kauft machen muss vielleicht too much?

00:25:46: Ja weil also der erste Schritt Der hat ja auch schon ganz viel mit einem selber zu tun, die das so ausgeführt hast.

00:25:55: Es gibt ja auch oftmals vorbehalte gegenüber Rendite ist negativ und so weiter.

00:26:03: Und an der Stelle gesagt wir haben ja heutzutage wirklich viele Möglichkeiten anzulegen Wir können auch nachhaltiges Portfolio aufsetzen usw.

00:26:12: Also da gibt es viel mehr Möglichkeiten als noch vor zehn, fünfzehn Jahren.

00:26:16: Das hat die letzten Jahre unglaublich zugenommen.

00:26:21: Von daher kann man da schon sozusagen schauen, wer bin ich eigentlich?

00:26:26: Was ist mir denn wichtig?

00:26:28: und dann im Grunde ja loslegen mit dem alles was du gesagt hast.

00:26:34: Jetzt hast Du auch gesagt hier der erste Crash ist der Schlimmste.

00:26:39: Was würdest Du denn jetzt jemandem sagen, der investieren will aber der große Angst vor Verlusten hat?

00:26:45: Da bin ich ganz klarer Fan von ETF und Fondsparplänen.

00:26:48: Einfach monatlich, man kann das ja schon teilweise im Euro-Monat, ob das jetzt Sinn macht, kann man irgendwie diskutieren aber man kann es mit ganz kleinen Summen anfangen.

00:26:56: Man kriegt dann erst mal Gefühle die Börse und kriegt ein Gefühl für Schwankhogen und was das mit einem macht.

00:27:01: Und ob man das jetzt in zehn Euro im Monat macht, fünfundzwanzigfünfzighundert oder einem Vielfachen davon ist ja total wurscht.

00:27:10: Je mehr natürlich desto besser für den langfristigen Vermögensaufbau, aber dass man einfach mal anfängt.

00:27:16: Einfach mal anfangen und gucken wie fühlt sich das an was sie macht mit mir?

00:27:20: Und ehrlich gesagt eigentlich sollte man so ein Fondsparplan oder ETF-Sparplan abschließen und gar nicht mehr so oft draufgucken vielleicht nur einmal im Jahr weil dann freut man sich nämlich in der Regel wenn es nicht gerade geknallt hat und sich nicht verrückt machen lassen von diesem täglichen Auf-und Abwalt.

00:27:36: Ich bin ein großer Fan der Börse vor Acht in der ARD, die machen einen super Job aber ich bin eigentlich kein großer Fan davon sich jeden Tag diese DAX Kurve anzukur... also ich natürlich schon als Journalistin!

00:27:45: Aber als Privatanleger sollte man gar nicht jeden Tag dieses Auf- und Abverfolgen.

00:27:50: Das tut man natürlich trotzdem weil Psychologie wir sind ja investiert das geht um unser Geld aber eigentlich machen wir uns damit unnötig verrückt.

00:27:58: Eigentlich kaufen, liegen lassen und irgendwann mal wieder drauf schauen oder eben ETF-Sparplan abschließen einfach laufen lassen.

00:28:06: Man hat dann auch den sogenannten Cost Average Effekt.

00:28:08: man kauft viele Anteile wenn die Kurse niedrig sind also auch noch ein Vorteil wenn es mal runter geht und weniger Anteil wenn sie hoch sind.

00:28:15: Also da bin ich ganz ganz großer Fan gerade für Anfänger gerade für Menschen die Angst vor den Schwagen gucken haben Angst vor Verlusten haben sensationell

00:28:26: Genau.

00:28:26: und das Schöne ist, man kann ja auch schon einiges automatisieren.

00:28:30: Also einen Vorteil ist der Cos-Average Effekt.

00:28:33: Ein anderer Vorteil den im Grunde also jeder Broker bietet ich kann auch eine Dynamik hinterlegen.

00:28:41: Das heißt ein Jahr ist schneller vorbei als man denkt und dann macht es natürlich Sinn die Hundert Euro mal anzupassen vielleicht auf hundert zweihundert dreihundert fünf.

00:28:50: man kann's ja jederzeit zurückdrehen hat keinerlei nach Teile, wie vielleicht beim Versicherung oder sowas.

00:28:56: Das ist ja schön flexibel aber... Die Kerlwende ist eben auch, ich muss sie dann halt auch darum kümmern und das kann man dann eben ja auch schön einfach mit angeben.

00:29:07: Und dann wird es automatisch erhöht und wenn's einen stört, dreht man sich wieder zurück.

00:29:11: Was

00:29:13: ich so schön finde beim Sparplan, da muss ich überhaupt nicht dieses Wertens am Anfang von Timing und Time.

00:29:17: Also Timing funktioniert nicht!

00:29:19: Ich werde den tiefsten Punkt nicht finden und den höchstens zum Verkaufen auch nicht.

00:29:23: Und ich kann in meinem Kurs Rücksetzer von zwanzig Prozent sagen, so jetzt gehe ich rein.

00:29:27: Das ist meine Regel aber das ist ja keine Garantie dass nicht auch noch bis zu dreißig Prozent runter geht.

00:29:32: Aber und es ist natürlich mit einem Sparplan so herrlich automatisiert Es wird einfach am ersten oder am fünften gekauft.

00:29:38: Punkt egal ob wir nicht Gedanken machen an Dreißig ist morgen der richtige Tag oder übermorgen oder was eigentlich gestern.

00:29:45: Also man schaltet das komplett aus und das ist natürlich super.

00:29:48: Man braucht sich keine Gedanken zu machen man lässt das Ding laufen und ich habe übrigens früher.

00:29:52: Das muss man natürlich selber eingreifen.

00:29:54: Als ich noch fest angestellt war, wenn es eine Gehaltserhöhung gab, habe ich immer den ersten Gehalzzetteln anführst, das ist ja heute alles digital abgetratet.

00:30:03: Was ist denn netto mehr?

00:30:05: Und die Hälfte davon wanderte gleich in meinen Sparplan bzw.

00:30:08: ich hab neun abgeschlossen, damit ich mich gar nicht erst an den Geldsegen erinnere... Quatsch gewöhnlich erinnert, aber super!

00:30:15: Also das habe ich einmal gemacht und Also da kann ja jeder für sich selber sich Regeln überlegen, aber wichtig ist erstmal so ein Ding abzuschließen und loszulegen.

00:30:25: Genau also das ist eigentlich meine Studis auch weil die haben ja auch einen riesen Gehaltssprung.

00:30:29: in der Regel wenn das Studium mal zu Ende ist es erste Gehalt dann direkt erst Mal mit Achtzig Prozent nur zurechnen also sowohl die Wohnung auf den Achtzehn Prozent nur einzukalkulieren.

00:30:42: und wie du sagst das ist ja auch Psychologie Nach drei Monaten ist das im Grunde egal in einem bestimmten Rahmen, aber egal wie viel man verdient.

00:30:52: Man spürt es nicht mehr so.

00:30:54: und wenn ich dann direkt bis zum sozusagen hundert Prozent verplahne... Ja, dann könnte es halt schwierig werden wenn ich auf einmal mehr gehe.

00:31:01: Ich wollte ja noch Vermögen aufbauen und wenn man direkt zu tut als hätte man nur acht Prozent des neuen Gehaltes dann fühlt sich das doch ein bisschen entspannter an.

00:31:12: Und ich hab's halt so gemacht dass immer die Hälfte von dem was es mehr gab dann sofort.

00:31:15: Genau!

00:31:16: Weggenoffelt

00:31:16: habe ich mich gar nicht dran gewöhnt an dieser Gehaltserhöhung sondern nur am Teil der GehalTSerhörung.

00:31:20: Das ist einfach super

00:31:23: Genau, und Studie sozusagen so.

00:31:25: Und dann Berufszätige finde ich mega weil das ist ja genau das gleiche.

00:31:30: es gibt eine neue Summe und Dann wird aber erst mal schön dass die Puge füttert.

00:31:35: Apropos entspannt Untertitel ist ja zwanzigzeitlose Lektionen über Börlsumpsychologie So wirst du ein besserer inklammer und entspannterer Anleger.

00:31:48: Was is denn aus deiner Sicht?

00:31:51: Oder was bedeutet es, für dich entspannt anzulegen?

00:31:54: Kannst du das so in ein, zwei, drei Sätzen ausführen.

00:31:59: Also ist erst mal dass das Risiko, was ich eingehe zu mir passt.

00:32:02: und also da sind wir wieder bei diesem Anlegertyprisikoprofil

00:32:05: usw.,

00:32:06: Das ist schonmal sehr wichtig!

00:32:08: Das langfristige Denken ist auch sehr wichtig, das nimmst du nämlich auf diesen Druck Und ich bin ja ein großer Fan des Akziendreiecks für deutsche Aktien, des Rendite-Dreieckes für Deutsche Aktien.

00:32:19: So heißt es richtig!

00:32:20: Je länger desto grüner.

00:32:21: es hängt hier auch immer.

00:32:23: und da gibt es noch eine zweite Seite die ich vor ein paar Jahren entdeckt habe wo man mal sieht wie kurzfristig diese Gewinne und Verluste ausfallen können.

00:32:31: das ist gigantisch von minus vierzig bis plus achtzig Prozent war einem Jahr Und wie schnell sich das dann annähert.

00:32:37: und man auf einmal bei zehn Jahren glaub ich nur noch zwei Komma drei Prozent Verlust pro Jahr gemacht haben könnte, wenn die schlimmste Phase erwischt hat.

00:32:44: Aber ein riesig viel Gewinn!

00:32:46: Und ich glaube solche Grafiken sich ab und zu mal anzugucken gerade in stürmischen Zeiten.

00:32:51: Das hilft auch.

00:32:52: und das Dreieck und auch die zweite Seite ist alles so herrlich grün beruhigt sowieso.

00:32:56: Ja stimmt genau da bin ich ja auch ein großer Fan vom Deutschen Aktieninstitut.

00:33:02: Die geben das einmal im Jahr raus für den DAX und ich glaube, seit einiger Zeit auch für den MSCI World.

00:33:08: Manchmal

00:33:08: Euro Stocks machen sie es auch.

00:33:09: Genau,

00:33:09: also gibt's auch

00:33:10: noch ETF Sparpläne.

00:33:12: Gibt das auch?

00:33:13: Also für Sparbplänen...

00:33:16: Ja genau!

00:33:17: Und das erlebe ich auch selber dass das oftmals so ein Aha-Moment ist und das hilft dann aus dieser einen Situation wo es irgendwie vielleicht bisschen eng sich anfühlt doch dann wieder in Horizonten Blick zu nehmen.

00:33:32: auf jeden Fall Ja.

00:33:35: Grundsätzlich gibt es aus deiner Sicht noch etwas, worüber wir noch nicht gesprochen haben.

00:33:41: was du noch Anlegerinnen und Anlegern mitgeben möchtest?

00:33:47: Also ich glaube das ganz wichtig ist dass wir uns immer einfach wirklich im Kopf haben müssen Es gibt keine Chance ohne Risiko oder auch kein Risiko ohne Chance.

00:33:57: also es ist einfach ein Zusammenspiel.

00:34:00: Und dann ist es eben total wichtig, dass wir dieses langfristige Denken haben und das wir Risiken bewusst eingehen.

00:34:08: Aber auch immer daran denken, dass Wir damit auch eine Chance haben.

00:34:11: Und wer nur spart kommt ja kaum über die Inflationsrate mit seiner Rendite.

00:34:16: Das heißt, das Geld verliert oder arbeitet eben einfach gar nicht.

00:34:20: Verliert an Wert oder arbeitet nicht?

00:34:22: Also ich glaube, da muss man sich auch nochmal überlegen.

00:34:24: Es gibt keine super sichere Geldanlage komplett ohne Risiko.

00:34:27: Das gibt es nicht!

00:34:28: Ja Risiko und Rendite gehören zusammen.

00:34:33: Risiko ist erst mal nicht Schlimmes, sondern es gehört mit zum Spiel dazu.

00:34:38: Und in dem Fall wie du sagst können wir uns eben auch perspektivisch auf eine Rendite freuen die nicht da wäre wenn wir Risiko ausschließen würden.

00:34:50: Nicht da, gerade wenn man die Inflationsrate noch gegenrechnet.

00:34:54: Und das müssen wir in diesen Zeiten auch wieder ganz besonders im Blick haben aber auch grundsätzlich in Bezug auf Vermögensaufbau Rentenlücke.

00:35:03: Da kommen wir nicht ohne renditebehaftete Anlagen aus zumindest das Groh der Gesellschaft nicht.

00:35:10: Wer jetzt sehr weich geblättet ist okay Aber für die meisten Ein ganz attraktiver Weg.

00:35:18: raus aus diesem Mangeldenken, aus diesen Rentenlücken denken hinzu.

00:35:24: Hey was ist denn da an Möglichkeit auch über die nächsten Jahre noch?

00:35:29: Das macht mich nämlich immer so verrückt dass viele ja im Grunde über die nächste Jahrzehnte noch etwas aufbauen könnten.

00:35:36: Die Produkte sind da wir haben die Möglichkeit viel einfacher als je zuvor.

00:35:41: Wir haben kostengünstige Varianten, wo man wirklich schauen kann.

00:35:47: wie möchte ich mit dem Thema umgehen?

00:35:50: und wenn man sich die Zahlen anschaut machen es aber leider noch viel zu wenige.

00:35:56: Das größte Risiko ist nichts zu tun?

00:35:58: Ja genau.

00:36:00: Und deshalb freue ich mich da auch dass du dich so engagierst und dass wir das auch in Teilen gemeinsam machen.

00:36:06: Du bist ja auch Investorin bei der neuen Finanzwelt.

00:36:08: Wir stellen uns die neue Finanzwelt ja Teilen etwas anders vor als die heutige, vor allen Dingen auch weiblicher.

00:36:16: Und das vielleicht auch noch mal gesagt... Das hast du ja schon oft angebracht.

00:36:21: Die Studien zeigen ja Frauen, die an der Börse aktiv sind, tatsächlich erfolgreicher als Männer.

00:36:30: Dazu gibt es wirklich wissenschaftliche Studien und das ist gar nicht so wenig!

00:36:34: Und die verlieren viel weniger oder viel seltener, die Nerven im Crash als Männer.

00:36:38: Also soviel zum Thema emotionales Geschlecht.

00:36:40: an der Börse sind das eher die Männer.

00:36:41: Die sind ja auch viel gieriger als Frauen.

00:36:44: Das ist so spannend, genau.

00:36:48: Und Frauen, die an der Börse aktiv sind, sie sind häufig besonnen bleiben bei ihrer Strategie und dieses Hin- und Her-Taschenlehr

00:36:57: usw.,

00:36:59: das ist eher über den Nennern zu sehen.

00:37:03: Daher kommen natürlich, es ist kein Hexenerg, sondern daher kommen dann eben auch die besseren Ergebnisse weil wir können vielleicht nicht jeden vor jedem Fehler bewahren muss auch nicht so sein, aber diese systematischen Fehler.

00:37:16: Das machst du ja auch mit deinen Büchern und mit deinen Veranstaltungen Vorträgen Ja?

00:37:22: Wenn man die kennt dann ist ja schon mal ganz, ganz viel auch gerettet.

00:37:28: Und ja, man kann immer noch Fehler machen Aber daraus kann man auch lernen.

00:37:34: das ist auch grundsätzlich nicht schlimm.

00:37:35: Aber diese systematschen Fehler können einen schon ziemlich viel Geld sparen.

00:37:39: auf jeden Fall

00:37:41: Ja schön, wie erreicht man dich wenn man Kontakt aufnehmen möchte?

00:37:45: Du bist auf bestimmten sozialen Medien

00:37:47: unterwegs.

00:37:48: Eigentlich auf allen aber vor allem LinkedIn und Instagram

00:37:51: genau.

00:37:52: Sehr schön.

00:37:53: ich danke dir und freue mich dass du hier nochmal dein schönes neues Buch vorgestellt hast und das wir ein bisschen plaudern konnten über die Börsenpsychologie.

00:38:07: Insgesamt ein total unterschätzter Faktor ist, wenn man sich so insgesamt das Thema anschaut.

00:38:14: Unten viel spannenderer Teil als man vielleicht so denkt.

00:38:18: Auf jeden Fall!

00:38:18: Dir auch vielen lieben Dank.

00:38:20: Gute Wahl, danke dir.

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